Kleine Farbenkunde, Teil 2: Farbtypen – Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Kleine Farbenkunde, Teil 2: Farbtypen – Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Wodurch unterscheiden sich die vier Farbtypen und sind diese überhaupt noch zeitgemäß? Nach der ersten Kategorisierung wurde von Spezialisten immer feiner und weitreichender analysiert. Am Ende landet man aber doch wieder im „warmen“ und „kalten“ Farbbereich und bei den Mischtypen. Diese werden teilweise nochmals nach

  • Lichtwert (hell – dunkel)
  • Buntwert (bunt – unbunt)
  • Intensität (leuchtend – gedeckt) unterschieden.

 

Die Intensität ergibt sich ebenfalls aus den Jahreszeiten-Typen. Denn diese teilt sich genau genommen in

  1. warm (Frühling/Herbst)
  2. kalt (Sommer/Winter)

Der Frühling und der Sommer sind dabei die dezenten (gedeckten), der Herbst und Winter die leuchtend kräftigen Varianten.

Die richtigen Farben sollen vor allem Spaß machen!

Einkaufen ist doch wirklich schon anstrengend genug! Der richtige Stil, Schnitt, Stoff und Preis. Und jetzt auch noch die Farbe ins Augenmerk nehmen. Eine ganzheitliche Typberatung soll bitte nicht in Stress ausarten. Es soll der Kundin helfen, einfacher und schneller, und dennoch effektiver durch das Kaufhaus zu kommen.

Deshalb versuche ich in meiner Farbberatung jede Kundin dazu anzuhalten, neben dem sichtbaren Effekt vor dem Spiegel auch ein Gespür für ihre Farben zu bekommen. Soll heißen:

  • Fühlt sie sich als (kalter) Wintertyp wirklich in einem knackigen Pink wohl? Oder ist die dezentere Variante, ein Brombeer, vielleicht (heute) besser für sie? Beides sind kalte/kräftige Töne, wirken aber völlig anders.
  • Mag sie sich in einem zarten Lachs heute sehen oder ist ihr viel mehr nach einem lebhaften Orange?
  • Ist ihre Stimmung flieder oder doch eher violett?
  • Braucht sie heute die Kraft der Farbe rot?
  • Und wie mischt sie diese Farben?

Ein violett-schwarz hat sicherlich eine völlig andere Wirkung als ein violett-grau oder gar ein violett-weiss. Während violett-schwarz dramatisch, eher mystisch wirkt, ist ein violett-grau äußerst elegant und ein violett-weiss fast schon verspielt, feminin und mädchenhaft. All das spielt also neben den ausgetesteten Farben ebenso eine Rolle.

Wie lassen sich nun die richtigen Farben feststellen?

In der Farbberatung in meinem Studio in Gefrees (zwischen Bayreuth und Hof) teste ich vor Tageslichtlampen gemeinsam mit der Kunden ihre passenden Farben aus. Sie muss in jedem Fall ungeschminkt und sollte nicht solariumgebräunt sein. Sowohl Kleidung als auch Haare werden abgedeckt, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Die Tageslichtlampen haben mehr Kraft als das Sonnenlicht, gerade zur Winterzeit. Deshalb sieht man das Ergebnis auf Anhieb sehr klar.

Die Feinabstimmung bzgl. Intensivät, Wohlgefühl, Anlass und Wirkung der Farben (auf die Umgebung und einen selbst) findet im Anschluss statt.

Ehe ich auf die Farbtypologie von Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingehe, lesen Sie hier Teil 3, der kleinen Farbenkunde: Wie entstehen die unterschiedlichen Farbtypen?

 

Wenn Sie Ihren Farbtyp bereits bestimmen lassen konnten, lesen Sie hier die verschiedenen Farbtypen, sortiert nach Jahreszeiten:

 

(coming soon)

Farbtyp Frühling (warm/dezent)

Farbtyp Sommer (kalt/pudrig)

Farbtyp Herbst (warm/kräftig)

Farbtyp Winter (kalt/klar)

 

 

 

 

 

 

 

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Ich verabschiedete eine zufriedene, junge Kundin, die einen großen Mischmasch im Kleiderschrank gesammelt hatte. Unterschiedlichste Stiltypen, Farben und Formen. Obwohl ihre „Lieblingssachen“ exakt in ihrem Farb- und Typbereich lagen, ließ sie sich immer wieder von der Mode, und dem was vermeintlich „IN“ ist, verunsichern. Ich entließ sie nun mit einer völlig neuen Sicherheit für Ihren Stil-/Haut- und Figuren-Typ. Sie weiß jetzt, worauf sie achten muss, welche Frisur zu ihrem Gesicht und Typ passt und welches Make-up ihre Augen noch schöner strahlen lässt.

Ganz sicher Herbst – oder doch nicht?

Ganz sicher Herbst – oder doch nicht?

Meine gestrige Kundin verblüffte mich! Sie war sich sicher, dass die Farben orange, braun und sonstige Erdtöne am besten zu ihr passen würden. Sie wirkte recht burschikos, fast schon männlich. Was mich wunderte: Sie trug dennoch sehr gerne Schuhe mit hohen Absätzen…und Röcke? Eigentlich schon, aber welche? Selten habe ich eine so klassisch-straighte Frau getroffen. Und obwohl sie mit dem ganzen rosa Chichi nichts anfangen konnte, ergab die Farbberatung den zarten pastell-kalten Typ des Sommers (hellblau, rosa, flieder,…). Und jetzt??

Sie war überrascht, ebenso verblüfft wie ich und lachte: „DAS hätte ich jetzt nicht gedacht.“ Im Vorgespräch sagte sie mir aber, sie hätte Lust auf Veränderung. Immer nur Jeans und Oberteil langweile sie. Wir fanden genau ihr Schnittmuster für Röcke: klassisch, edel, schick, knieumspielend ohne Schnickschnack. Ebenso die Schuhe: Pumps von Scarosso oder Gabor. Klare Linien und Formen, keine zu kleinen Muster, Rüschen oder Spitze, aber hochwertige, edle Stoffe wie Kashmir, Merino für den Winter. Seide, Satin und Leinen für den Sommer.

Nach dem Tages-Make-up – sie war erst skeptisch, denn Schminke war für sie sonst eine Maske – erwachte die Weiblichkeit in ihr. Sie wirkte plötzlich viel weicher und zarter, freundlicher und selbstsicherer.

Man könnte fast sagen, dass es sich um eine Typveränderung handelte. Doch das war es nicht. Ich kitzelte lediglich diese High-Heel-Komponente aus ihr heraus, die sie schon lange, aber noch unsicher, in sich trug und endlich zum Vorschein bringen wollte. Weiblich sein, aber nicht mädchenhaft. Feminin sein, aber nicht puppenhaft dabei wirken.

Es wird nun einige Zeit dauern, bis sie diesen Stil für sich vollends und sicher integrieren kann, aber der Anfang ist gemacht. Ach ja, sie fand, dass ihr rosa ganz toll steht. Sie wird ihren Kleiderschrank entsprechend anpassen.

Wir waren beide begeistert! Bitte mehr davon, liebe Damen!

Ich freue mich auf Sie!

 

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