Morgenritual

Mal ganz ehrlich: Wie startest Du in deinen Tag? Springst Du aus dem Bett, bist glücklich, freust dich, machst die Musik an und beginnst zu tanzen? 

Die Pole Position

Nein? Warum nicht? Hat noch nie jemand gemacht, den Du kennst, oder? Deine Mutter nicht, dein Vater nicht. Auch nicht deine Großeltern, richtig? Ich stelle dir jetzt zwei Personen gegenüber. Ich nenne sie langsame Laura und fröhliche Frieda:  

Während also Laura erst nach dem 5ten Mal Wecker klingeln sich langsam aus dem Bett quält, springt Frieda fast heraus. Jedenfalls steht Frieda direkt nach dem ersten Klingeln entspannt auf und ist bereits positiv gestimmt. Sie freut sich nämlich auf etwas.

Laura bleibt nach der Weckerorgie noch im Bett liegen und checkt als erstes ihr Smartphone: Facebook, Instagram, E-Mails, WhatsApp. Weitere 25 Minuten vergehen und Laura liegt noch immer im kuschelig warmen Bett. Frieda hingegen steht auf, streckt sich kurz, zieht ihre Laufsachen an und 15 Minuten nach dem ersten Weckerklingeln joggt sie 20 Minuten zu ihrer Lieblingsmusik. Tageslicht, Sauerstoffdusche, Power-Musik – yeah! 

Laura steht nun langsam auf. Es ist bereits 45 Minuten nach dem ersten Weckerklingeln! Jetzt muss sie sich beeilen! Sie schaltet schon einmal die Kaffeemaschine ein, zieht sich in der Zwischenzeit an und sucht alles nötige zusammen, was sie über den Tag braucht. Sie kippt den Kaffee schnell hinunter, schminkt sich noch ein wenig und verlässt ihre Wohnung ca. 90 Minuten nach dem ersten Alarm in Hektik. Zeit für sich hatte Laura nicht. 

Frieda hingegen ist nach der 20 minütigen Laufrunde wieder zu Hause. Sie schaltet die Kaffeemaschine ein und duscht sich. Es sind nun ebenfalls 45 Minuten vergangen seit dem ersten Weckerklingeln. Ein wenig beeilen muss sich nun auch Frieda. Sie packt ihre Sachen für den Tag zusammen, trinkt ihre Tasse Kaffee aus und startet los.  

Welche möchtest Du sein?

Wir wissen heute mehr denn je über unseren Körper, über Psychologie, die Macht der Gedanken. Aber gerne noch einmal auf den Punkt gebracht: Körper und Geist (also unsere Gedanken) beeinflussen sich gegenseitig. Diese Verknüpfung ist so relevant, dass sich bereits die Kopf-nach-unten-Smartphone-Haltung negativ auf die Gedankenwelt auswirkt. Heißt: Wir können unsere Gedanken durch unsere Körperhaltung beeinflussen. Der Geist – so schlau ist er dann doch nicht 😉 – kann bspw. nicht unterscheiden zwischen der Muskelanspannung eines echten Lachens und einem künstlichen Lachen. Hierzu hat die großartige Vera F. Birkenbihl ausführlich in ihren Videos berichtet.

Das bedeutet: Alleine der aufrechte Gang beim Joggen, die Muskelanspannung und Bewegung beim Tanzen beeinflusst unsere Gedanken positiv! Die Sonne beginnt zu scheinen, auch wenn es draußen wolkenverhangen ist. Bewegung ist das beste Mittel gegen Depression oder Morgenverstimmung. Bewegung muss nicht gleich Joggen bedeuten: Ein bisschen Stretching, Tanzen, Yoga – oder sogar Trampolinhüpfen. Stell dir das mal vor! Du schaltest deine liebste Lieblingsmusik ein und springst einfach 10 Minuten wild auf dem Trampolin herum und singst dazu! Danach kommt dein Frühstücks-programm. Und dann kommt noch etwas Wichtiges: Du schreibst dir auf, worüber Du gerade sehr dankbar bist in deinem Leben und worauf Du dich heute freuen kannst.

Kann an einem solchen Tag wirklich noch etwas schief gehen?

Wenn Du deine Gedanken direkt zu Beginn deines Tages auf die richtige Spur bringst, bist Du produktiver, effektiver aber vor allem glücklicher! Du schöpfst deine eigene Kraft aus dir selbst heraus. Du startest voller Energie und Lebensfreude!

Du startest von der Pole Position!

Und diese Pole Position kannst Du jeden Tag haben. Du kannst jeden Morgen aufs Neue entscheiden: Will ich heute Pole Position oder will ich irgendwo in der Mitte starten, nicht vorwärts kommen und versuchen, mich durch die anderen zu schlängeln – was übrigens einen enormen Kraftaufwand bedeutet! Rechts neben dir, links neben dir und vor dir, überall wird dir die Sicht versperrt. Aus der Pole Position heraus musst Du nur noch Gas geben, Du hast bereits freie Sicht! Also, wie startest Du bald in den Tag? Oder hast Du bereits ein Morgenritual? Lass es mich und andere Frauen wissen! Was tut dir gut? 

Ist es Tagebuch schreiben? Ein gutes Buch lesen? Matheaufgaben? Musik machen? Singen? Meditation? Wie motivierst Du dich? Womit geht es dir so richtig gut?

Was auch immer es ist: TU ES!