Und wie entstehen warme bzw. kalte Farben?

Der Farbkreis – kleine Farbenkunde

(nach Maler und Kunstpädagoge Johannes Itten)

Vielleicht kennst Du noch den Farbkreis aus der Schule? Dieser setzt sich zusammen aus den drei Grundfarben:  ROT, BLAU und GELB

Aus diesen drei Grundfarben (Primärfarben) werden kreisförmig die anderen Farben (Sekundärfarben, Farben 2. Ordnung) zusammengemischt. Somit entsteht

zwischen rot und blau: VIOLETT
zwischen blau und gelb: GRÜN
zwischen gelb und rot: ORANGE

Kreisförmig angeordnet liegen sich somit gegenüber:

  • ROT  GRÜN
  • GELB  VIOLETT
  • BLAU  ORANGE

Diese sich gegenüberliegenden Farben nennen sich Komplementärfarben. Sie verstärken sich gegenseitig, wenn sie nebeneinander liegen. Aufeinander (bei Transparenten) heben sie sich gegenseitig auf.

Deshalb werden bspw. Rötungen im Gesicht mit einer grünlichen Tagescreme überdeckt, blaue Augenschatten mit einem gelblichen Concealer und deshalb ist auch das Blondierpulver beim Friseur in der Regel violettblau, um einen Gelbstich zu vermeiden.

Aus den Sekundärfarben, den Farben 2. Ordnung, entstehen durch Mischen die Tertiärfarben, die Farben 3. Ordnung.

Der warme und der kalte Farbbereich

Farbkreis mit warmen und kalten, dezenten und kräftigen Farben. Grundfarben/Primärfarben/Sekundärfarben,…

Farbkreis mit warmen und kalten, dezenten und kräftigen Farben. Grundfarben/Primärfarben/Sekundärfarben,…

Dieser lässt sich mit Hilfe einer Linie mitten durch den Farbkreis abgrenzen:

Der warme Farbbereich ist somit gelblich unterlegt. Der kalte Farbbereich beinhaltet dominierend die Farbe blau. Die Übergangsfarben von kalt zu warm und umgekehrt sind somit grün und rot. Sie unterscheiden sich in ihren Blau- bzw. Gelbanteilen, ob sie zur warmen oder kalten Farbpalette gehören.

So ist ein kaminrot warm und ein kirschrot kalt; lachsfarben warm, pink kalt; olive warm, petrolblau tendenziell kalt.

Lesen Sie hier weitere Informationen zur Farbberatung und der Jahreszeiten-Typologie:

Farbtypen: Frühling, Sommer, Herbst und Winter