Den eigenen Stil erfühlen

Den eigenen Stil erfühlen

Für den Neujahrsbeitrag 2015 wünsche ich Ihnen ein gesundes, glückliches und zufriedenes Jahr und starte mit einem Artikel über Ganzheitlichkeit, der mir schon lange in den Fingern kribbelt:

Lässt sich der eigene Mode-Stil erfühlen?

Stil, Mode, Kleidung und die Außenwirkung ist ein dauerhaftes Thema in unserem Leben. Sie beschäftigt uns quasi rund um die Uhr. Wenn wir morgens das Haus verlassen, überlegen wir jedes Mal aufs Neue:
Was ziehe ich heute an?

 

Und sicherlich ist Ihnen der Ausspruch „sich in seiner Haut wohlfühlen“ bekannt. Bei diesem geht es meist darum, dass die Haut auf das eigene Wohlgefühl/Unwohlsein reagiert. Manchmal wird sie rot, unrein oder trocken, weil wir uns nicht wohlfühlen. Und umgekehrt: Wenn die Haut uns gerade Sorgen bereitet, fühlen auch wir uns in ihr nicht wohl.

Was hat Kleidung mit Psychologie zu tun?

Mode oder auch Kleidung ist unsere zweite Haut und auch in dieser möchten wir uns wohlfühlen. Entspricht die Kleidung nicht unserer Persönlichkeit, fühlen wir uns nicht wohl. Dann können wir nicht aus dem Vollen schöpfen, sondern bleiben hinter unseren Möglichkeiten zurück, da uns etwas blockiert.

Eine Möglichkeit, herauszufinden, was wir heute anziehen wollen, wäre eine Antwort auf die Frage:

  • Wonach fühle ich mich heute?
  • Benötige ich heute eine Farbe, die mich stärkt/besänftigt/beruhigt?

Sie können Ihren Stil in meiner ganzheitlichen Typ-Beratung nicht nur erlernen, ich möchte Ihnen nahe bringen, wie Sie dauerhaft Ihren ganz persönlichen Stil erfühlen können.

Wie ich auf einen solchen Vorschlag komme, möchte ich Ihnen gerne erläutern:

Als ich 2007 selbst während meiner Ausbildung zur Typ-Stylistin in München analysiert wurde, war das Ergebnis die klassische Frau und Farbpalette Sommer (kalt, pudrig), die auch die Farbpalette Winter (kalt, kräftig) gut tragen kann. Umgesetzt bedeutete dies: Hemdblusen aller kalten Farbrichtungen, schlichte, gerade Hosen in eher dunklen Farben, Pullunder, figurbetonende Blazer, schwarze Lederschuhe, Pumps, Silberschmuck.

Mit der Zeit jedoch stellte ich fest, dass mir die Hemdblusen/Blazerkombination zu streng war. Auch ohne Blazer fühlte ich mich nur in einer Bluse nur selten wohl. Jedenfalls in der klassischen Hemdbluse. Kombiniert mit Wollpullunder fühlte ich mich schon wohler. Auch ein kleines Halstuch trug zu meinem Wohlbefinden bei. Kurzum: Der strenge Blusen-/Businesslook war zu hart für meinen Alltag. Auch konnte ich mich sonst damit nicht identifizieren. Ich kam mir immer ein wenig verkleidet vor.

Mit der Zeit – und ich spreche hier von gut 2 Jahren – kristallisierte sich immer mehr mein eigener Stil: Ich fühlte mich zunehmend wohl in Kaschmirpullovern – gerne mit klassischer Hemdbluse darunter -, Stricksachen aller Art. Als Materialien bevorzugte ich Naturfasern aller Art, wie: Baum-, Kaschmir-, Schaf- oder Merinowolle, Seide, Leder (schwarz nur für Gürtel, Schuhe und Accessoires, großflächig nur farbig), im Sommer auch sehr gerne Leinen, Leinen/Seiden-Kombinationen. Wichtig war mir weiterhin, dass alle Kleidungsstücke schlicht waren, also: ohne Schleifen, Nieten, Rüschen, Spitze, Falten.

Die Farben suchte ich meist in der Sommerpalette (also dezent, pudrig, kalt), aber ein kräftiges Kirschrot musste in den Kleiderschrank. So gab es immer wieder Zeiten, in denen ich entweder Energie benötigte oder so voller Energie war, dass ich diese Empfindung durch meine Kleidung zum Ausdruck bringen wollte.

Somit war meine eigene Stilberatung in München 2007 der Schubs in die richtige Richtung. Klimbim ist nicht mein Stil, aber der klassische Businesslook war dennoch zu hart. Ich softete ganz automatisch die harte, klassische Linie ab, indem ich auf mein Gefühl beim Tragen achtete, und ergänzte sie durch weiche Materialien oder auch Schals, Tücher, ohne jedoch in die romantische/verspielte Richtung zu verfallen. Das ist sehr wichtig!

Das sind exakt die Feinheiten, die den persönlichen Stil ausmachen. In meiner ganzheitlichen Typ-Beratung/Stilberatung in meinen Räumlichkeiten in Gefrees (zwischen Bayreuth und Hof) oder auch bei Ihnen zu Hause, werde ich Ihnen Tipps geben, wie auch Sie nach und nach Ihren ganz eigenen Stil erfühlen und finden können.

 

Zur Ergänzung weitere lesenswerte Artikel zum Thema:

Was verrät unsere Kleidung über unseren Charakter?

Stilberatung. So finden Sie ihren eigenen Stil 

Farben und ihre Außen-Wirkung

Farben und ihre Außen-Wirkung

Farben wirken nicht nur auf die Trägerin, wie u.a. im Beitrag: Ich mag aber kein Rosa! beschrieben, sondern natürlich auch auf unsere Umwelt – und das nicht zu knapp!

Grundsätzlich schaffen dunkle und kräftige Farben eine größere Präsenz als helle Farben und Pastelltöne. Klare, harte und leuchtende Farben stehen für Energie und sollten auch immer zur Persönlichkeit passen. All das findet selbstverständlich bei meiner ganzheitlichen Typberatung Beachtung.

So können Farben ganz gezielt nach Anlass eingesetzt werden, aber auch, um sich selbst in die entsprechende Stimmung zum Anlass zu bringen.

ROT – ist eine starke Farbe, die auch bereits bei kleinen Accessoires wie ein Schal den Blick auf sich zieht. Rot steht für Energie, Tatendrang, Durchsetzungsvermögen – aber auch (bei Frauen) für Erotik. Zu viel rot kann jedoch auch verschrecken. Wer rot großflächig trägt, sollte sich dessen kraftvoller Wirkung bewusst sein und ein entsprechend kraftvolles Auftreten mitbringen können. Dazu zählen: Körperhaltung/Körpersprache, Blickkontakt, aufrechter Gang, kräftige Stimme, klar im Ausdruck.

ROSA – wirkt nicht nur auf die Trägerin besänftigend, sondern auch auf die Umwelt. Die Trägerin erscheint zart, feminin und weich. Zu Geschäftsverhandlungen sollte man besser eine andere Farbe wählen – wie beispielsweise blau. Wer sanft und zugänglich wirken möchte liegt mit dieser Farbe richtig.

BLAU – wie der Himmel: friedlich, weit, beständig, zuverlässig, treu. Im Geschäftsbereich steht blau für Sauberkeit und Technik. Ein dunkles Marineblau wirkt durchsetzungsfähiger als seine zarte hellblaue Farbfamilie. Eher maskulin wirkende Frauen sollten auf harte, dunkle Blautöne verzichten und sich (je nach Kolorit) dem hellblau zuwenden.

BRAUN – die Erdfarbe. Tatsächlich bezeichnen sich Menschen, die gerne braun tragen als naturverbunden. In Kombination mit anderen Erdtönen wie orange und grün (Herbsttyp) wird dieser Eindruck noch unterstrichen. Braun steht für Bodenständigkeit und Verlässlichkeit, so wie Zurückhaltung. Braun ist solide, kann aber auch, vor allem Ton-in-Ton getragen, als wenig durchsetzungsstark gedeutet werden.

GELB – lachend wie die Sonne wirkt gelb fröhlich, optimistisch und hoffnungsvoll. Gelb strahlt Lebensfreude aus und wirkt bereits bei Accessoires wie Schals, etc.

GRÜN – ähnlich wie braun, signalisiert grün Naturverbundenheit, Harmonie und Ruhe. Menschen, die grün tragen, sind nicht auf Konflikte aus, sondern bewegen sich gerne im Hintergrund. Für Verhandlungen kann ein ruhiges Grün (dunkelgrün, blaugrün) eine gute Farbe sein, um Ausgeglichenheit zu signalisieren. Grün steht deshalb auch für Selbstsicherheit.

ORANGE – die Mischung von Feuer (rot) und Lebensfreude (gelb) kann nur Power beinhalten. Somit steht Orange für Vitalität, Aufgeschlossenheit und Tatendrang. Orange können nur Farbtypen der Kategorien Frühling und Herbst wirklich gut tragen. Sommertypen sehen mit Orange schnell kränklich aus. Auch das kräftige Orange sollten nur Personen tragen, deren Persönlichkeits-Energie dieser kraftvollen Farbe in nichts nachsteht.

GRAU – ist streng genommen keine Farbe, sondern lediglich ein Kontrast wie schwarz oder weiß. Dennoch wirkt grau zuverlässig, seriös, neutral und ausgewogen. Sie ist eine klassische Business-Farbe, sowohl für Männer als auch für Frauen, denen schwarz oder weiß zu hart ist. Sommertypen steht grau einfach perfekt, vor allem in Kombination mit Pastellfarben wie hellblau, flieder oder rosa. Da grau keine Farbe ist, sollte sie in jedem Fall immer mit einer „echten“ Farbe kombiniert werden, da man sonst zu schnell „mausgrau“ und unscheinbar wirkt. Ein Schal/Halstuch und ein passendes Lipgloss kann Wunder wirken.

VIOLETT – ist oftmals in der Esoterikszene anzutreffen und wirkt in der kräftigen Ausführung geheimnisvoll. Je nach Kombination mit anderen Farben wird die Wirkung verstärkt oder gemildert. Schwarz/violett scheint schnell düster, spirituell. Weiß/violett wirkt freundlich, blumig. Das kräftige ist eine extravagante Farbe, die ähnlich wie rot nur von Charakteren getragen werden sollte, die den Charme dafür mitbringen. Die zarte Ausführung, der Flieder, wirkt sanft wie rosa, jedoch weniger mädchenhaft.

SCHWARZ – hat ähnlich wie weiß sowohl positive wie auch negative Assoziationen. Die Nicht-Farbe schwarz wirkt edel, feierlich, raffiniert, geheimnisvoll, stark. Sie steht aber auch für Trauer und Tod.

WEISS – steht im positiven Sinn für Reinheit, Weite, Ästhetik, Klarheit, Hygiene und Unschuld. Deshalb ist sie bekanntermaßen gerne in Pflegeberufen (Arzt, Apotheke, Pflegeheim) anzutreffen. Auch zu christlichen Anlässen wie Taufe, Kommunion und Hochzeit ist weiß die Signalfarbe für Reinheit und Unschuld. In anderen Kulturkreisen steht weiß jedoch auch für den Tod. Ungebrochenes weiß kann ähnlich wie schwarz bei hellen Hauttypen zu hart wirken und sollte abgemildert werden -> kalt: ins gräulich/silber; warm: ins wollweiß/beige

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