Was genau passiert während einer Typberatung?

Was genau passiert während einer Typberatung?

„Können Sie mir schnell sagen, was für ein Typ ich bin?“

Als ich zuletzt auf der Landesgartenschau ausstellte, war das eine der häufigsten Fragen. Ich musste dann immer ein wenig in mich hinein schmunzeln.

Entschuldigen Sie, sollten Sie sich nun angesprochen fühlen, falls Sie an meinem Stand auf der LGS 2016 waren. 😉

Ich wunderte mich zum einen, welches Vertrauen mir in diesem Moment entgegen gebracht wurde, denn ich gehe davon aus, die wenigsten Besucher kannten mich und meine Vorbildung. Gut, vielleicht war mein eigenes Styling so überzeugend, dass sie „blind“ meiner Aussage vertraut hätten. Zum anderen wunderte ich mich aber ebenso, wie wenig Zeit man sich für sich selbst und den eigenen Stil nehmen möchte. Unsere Kleidung ist immerhin unsere zweite Haut?!

Ich antwortete meist damit, indem ich erklärte, was alles Bestandteil der Typberatung wäre, dass ich zum einen diesen Inhalt nicht adhoc in 2 Minuten darlegen könnte, und zum anderen eine Typberatung individuell auf den Menschen einginge, was ebenso nicht in 2 Minuten möglich wäre.

Deshalb stelle ich Ihnen nun an dieser Stelle vor:

 

Was genau ist Inhalt einer Typberatung?

Die ganzheitliche Typberatung setzt sich zusammen aus 3 Komponenten. Das sind:

  1. Stilgrundtypen
  2. Figurformen
  3. Farbtypen

 

zu 1. Man unterscheidet in der Stilberatung 4 Stilgrundtypen. Das sind:

  • der sportliche/natürliche Stil
  • der romantisch/feminine Stil
  • der klassische Stil
  • der extravagante Stil

 

zu 2. In Sachen Figurformen werden 5 unterschieden:

  • der O-Typ
  • der X-Typ
  • der H-Typ
  • der A-Typ
  • der V-Typ

 

zu 3. Die Farbberatung findet nun noch den Farbtyp heraus:

  • der Frühlings-Typ (warm, zart)
  • der Sommer-Typ (kalt, pudrig)
  • der Herbst-Typ (warm, klar)
  • der Winter-Typ (kalt, kräftig)

 

Nun ist es keineswegs so, dass jeder Typ auf Anhieb klar und erkennbar ist. Sonst ließen sich alle Menschen in 4 Kleider-Kategorien einteilen, was ziemlich eintönig und absurd wäre. Ziel ist es vielmehr aus all diesen Teilen, exakt die individuelle Mischung für Ihre Persönlichkeit zu finden, die Sie einzigartig macht.

Diese Vielseitigkeit wirkt sich nun aus auf:

  • Halsausschnitte (Rund, V-, U-Boot, Carmen, eckig,..)
  • Schalformen (Loop – einfach/zweifach, Länge, Breite, Stärke, Material,..)
  • Kettenlänge
  • Schmuck (filigran, einfach, verspielt, bunt, uni, oder komplett weglassen,..)
  • Hosen (Beinlänge, Beinweite, Material, Schnittform, Muster, Farben,…)
  • Röcke (Länge, Struktur, Elemente, Farben, Schnittform,…)
  • Oberteile (Halsausschnitte (s.o.), Farben, Material, Schnittform, Länge,…)
  • Schuhe (Stilelemente, Absatzhöhe, Farben, Anlass,…)
  • Make-up (Gesichtsform, Farben,…)
  • Frisur (Gesichtsform, Haarfarbe, Schnitt, Pflegeaufwand,…)

Verstehen Sie jetzt, weshalb ich schmunzeln musste, wenn man mich fragte, ob ich schnell den Typ verraten könnte? 😉

Und wenn Sie sich jetzt fragen:

Wie soll ich das alles nach einer Typberatung umsetzen? So empfehle ich Ihnen ein Personal Shopping im Anschluss oder einen Kleiderschrank-Check.

Und sollten Sie sich womöglich fragen, ob diese Art der Typberatung nicht längst überholt sei, da Sie von viel mehr Farbtypen gelesen haben und es auch noch andere Stilgrundtypen geben soll, erhalten Sie meine Antwort in diesem Artikel:

Weshalb ich mich mit Meine zweite Haut.de für folgende Kategorisierungen entschieden habe.

 

 

 

 

Das 7-Minuten Tages-Makeup – auch für reife Haut

Das 7-Minuten Tages-Makeup – auch für reife Haut

In meinen Make-up-Beratungen, Schminkkursen oder auch nach Typberatungen höre ich in Sachen Make-up von meinen Kundinnen meist diese zwei Sätze:

  • „Ich habe morgens keine Zeit, mich großartig zu schminken.“
  • „Ich bin der natürliche Typ und möchte nicht angemalt aussehen.“

Das schnelle 7-Minuten Tages-Make-up

Ich erzähle meinen Ladys dann immer, dass ein gutes Tages-Make-up nicht mehr als 7 Minuten in Anspruch nehmen muss. Mit ein bisschen Übung und den richtigen Produkten, die nämlich auf Anhieb passen, sieht man in so kurzer Zeit so viel besser, frischer und strahlender aus, dass es fatal wäre, es nicht zu tun.

Doch während ich meinen Kundinnen das 7-Minuten Make-up auftrage, wird dazu so viel gesprochen, dass aus den 7 meist 20 Minuten werden. Daher habe ich nun ein Video gedreht, das fast auf die Sekunde zeigt, es sind in der Tat nur 7 Minuten. Viel Vergnügen damit:

Warum ist eine Typ-Beratung sinnvoll?

Warum ist eine Typ-Beratung sinnvoll?

Echte Typen sind gefragt! In Zeiten der faltenfrei-gebotoxten Gesichter, der Gleichschaltung und Bluffer-Kultur wird der Ruf nach Authentizität und Echtheit wieder laut. Dabei geht es um Individualität, Persönlichkeit und Charakterstärke. Das Auftreten eines Menschen bestimmt maßgeblich, ob er erfolgreich ist oder übersehen wird. Dabei ist neben der Persönlichkeitsentwicklung das Typ-Styling ein wichtiger Baustein, wenn es um die Präsentation der Marke ICH geht. 

 

Kleine Farbenkunde, Teil 2: Farbtypen – Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Kleine Farbenkunde, Teil 2: Farbtypen – Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Wodurch unterscheiden sich die vier Farbtypen und sind diese überhaupt noch zeitgemäß? Nach der ersten Kategorisierung wurde von Spezialisten immer feiner und weitreichender analysiert. Am Ende landet man aber doch wieder im „warmen“ und „kalten“ Farbbereich und bei den Mischtypen. Diese werden teilweise nochmals nach

  • Lichtwert (hell – dunkel)
  • Buntwert (bunt – unbunt)
  • Intensität (leuchtend – gedeckt) unterschieden.

 

Die Intensität ergibt sich ebenfalls aus den Jahreszeiten-Typen. Denn diese teilt sich genau genommen in

  1. warm (Frühling/Herbst)
  2. kalt (Sommer/Winter)

Der Frühling und der Sommer sind dabei die dezenten (gedeckten), der Herbst und Winter die leuchtend kräftigen Varianten.

Die richtigen Farben sollen vor allem Spaß machen!

Einkaufen ist doch wirklich schon anstrengend genug! Der richtige Stil, Schnitt, Stoff und Preis. Und jetzt auch noch die Farbe ins Augenmerk nehmen. Eine ganzheitliche Typberatung soll bitte nicht in Stress ausarten. Es soll der Kundin helfen, einfacher und schneller, und dennoch effektiver durch das Kaufhaus zu kommen.

Deshalb versuche ich in meiner Farbberatung jede Kundin dazu anzuhalten, neben dem sichtbaren Effekt vor dem Spiegel auch ein Gespür für ihre Farben zu bekommen. Soll heißen:

  • Fühlt sie sich als (kalter) Wintertyp wirklich in einem knackigen Pink wohl? Oder ist die dezentere Variante, ein Brombeer, vielleicht (heute) besser für sie? Beides sind kalte/kräftige Töne, wirken aber völlig anders.
  • Mag sie sich in einem zarten Lachs heute sehen oder ist ihr viel mehr nach einem lebhaften Orange?
  • Ist ihre Stimmung flieder oder doch eher violett?
  • Braucht sie heute die Kraft der Farbe rot?
  • Und wie mischt sie diese Farben?

Ein violett-schwarz hat sicherlich eine völlig andere Wirkung als ein violett-grau oder gar ein violett-weiss. Während violett-schwarz dramatisch, eher mystisch wirkt, ist ein violett-grau äußerst elegant und ein violett-weiss fast schon verspielt, feminin und mädchenhaft. All das spielt also neben den ausgetesteten Farben ebenso eine Rolle.

Wie lassen sich nun die richtigen Farben feststellen?

In der Farbberatung in meinem Studio in Gefrees (zwischen Bayreuth und Hof) teste ich vor Tageslichtlampen gemeinsam mit der Kunden ihre passenden Farben aus. Sie muss in jedem Fall ungeschminkt und sollte nicht solariumgebräunt sein. Sowohl Kleidung als auch Haare werden abgedeckt, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Die Tageslichtlampen haben mehr Kraft als das Sonnenlicht, gerade zur Winterzeit. Deshalb sieht man das Ergebnis auf Anhieb sehr klar.

Die Feinabstimmung bzgl. Intensivät, Wohlgefühl, Anlass und Wirkung der Farben (auf die Umgebung und einen selbst) findet im Anschluss statt.

Ehe ich auf die Farbtypologie von Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingehe, lesen Sie hier Teil 3, der kleinen Farbenkunde: Wie entstehen die unterschiedlichen Farbtypen?

 

Wenn Sie Ihren Farbtyp bereits bestimmen lassen konnten, lesen Sie hier die verschiedenen Farbtypen, sortiert nach Jahreszeiten:

 

(coming soon)

Farbtyp Frühling (warm/dezent)

Farbtyp Sommer (kalt/pudrig)

Farbtyp Herbst (warm/kräftig)

Farbtyp Winter (kalt/klar)

 

 

 

 

 

 

 

Farben und ihre Außen-Wirkung

Farben und ihre Außen-Wirkung

Farben wirken nicht nur auf die Trägerin, wie u.a. im Beitrag: Ich mag aber kein Rosa! beschrieben, sondern natürlich auch auf unsere Umwelt – und das nicht zu knapp!

Grundsätzlich schaffen dunkle und kräftige Farben eine größere Präsenz als helle Farben und Pastelltöne. Klare, harte und leuchtende Farben stehen für Energie und sollten auch immer zur Persönlichkeit passen. All das findet selbstverständlich bei meiner ganzheitlichen Typberatung Beachtung.

So können Farben ganz gezielt nach Anlass eingesetzt werden, aber auch, um sich selbst in die entsprechende Stimmung zum Anlass zu bringen.

ROT – ist eine starke Farbe, die auch bereits bei kleinen Accessoires wie ein Schal den Blick auf sich zieht. Rot steht für Energie, Tatendrang, Durchsetzungsvermögen – aber auch (bei Frauen) für Erotik. Zu viel rot kann jedoch auch verschrecken. Wer rot großflächig trägt, sollte sich dessen kraftvoller Wirkung bewusst sein und ein entsprechend kraftvolles Auftreten mitbringen können. Dazu zählen: Körperhaltung/Körpersprache, Blickkontakt, aufrechter Gang, kräftige Stimme, klar im Ausdruck.

ROSA – wirkt nicht nur auf die Trägerin besänftigend, sondern auch auf die Umwelt. Die Trägerin erscheint zart, feminin und weich. Zu Geschäftsverhandlungen sollte man besser eine andere Farbe wählen – wie beispielsweise blau. Wer sanft und zugänglich wirken möchte liegt mit dieser Farbe richtig.

BLAU – wie der Himmel: friedlich, weit, beständig, zuverlässig, treu. Im Geschäftsbereich steht blau für Sauberkeit und Technik. Ein dunkles Marineblau wirkt durchsetzungsfähiger als seine zarte hellblaue Farbfamilie. Eher maskulin wirkende Frauen sollten auf harte, dunkle Blautöne verzichten und sich (je nach Kolorit) dem hellblau zuwenden.

BRAUN – die Erdfarbe. Tatsächlich bezeichnen sich Menschen, die gerne braun tragen als naturverbunden. In Kombination mit anderen Erdtönen wie orange und grün (Herbsttyp) wird dieser Eindruck noch unterstrichen. Braun steht für Bodenständigkeit und Verlässlichkeit, so wie Zurückhaltung. Braun ist solide, kann aber auch, vor allem Ton-in-Ton getragen, als wenig durchsetzungsstark gedeutet werden.

GELB – lachend wie die Sonne wirkt gelb fröhlich, optimistisch und hoffnungsvoll. Gelb strahlt Lebensfreude aus und wirkt bereits bei Accessoires wie Schals, etc.

GRÜN – ähnlich wie braun, signalisiert grün Naturverbundenheit, Harmonie und Ruhe. Menschen, die grün tragen, sind nicht auf Konflikte aus, sondern bewegen sich gerne im Hintergrund. Für Verhandlungen kann ein ruhiges Grün (dunkelgrün, blaugrün) eine gute Farbe sein, um Ausgeglichenheit zu signalisieren. Grün steht deshalb auch für Selbstsicherheit.

ORANGE – die Mischung von Feuer (rot) und Lebensfreude (gelb) kann nur Power beinhalten. Somit steht Orange für Vitalität, Aufgeschlossenheit und Tatendrang. Orange können nur Farbtypen der Kategorien Frühling und Herbst wirklich gut tragen. Sommertypen sehen mit Orange schnell kränklich aus. Auch das kräftige Orange sollten nur Personen tragen, deren Persönlichkeits-Energie dieser kraftvollen Farbe in nichts nachsteht.

GRAU – ist streng genommen keine Farbe, sondern lediglich ein Kontrast wie schwarz oder weiß. Dennoch wirkt grau zuverlässig, seriös, neutral und ausgewogen. Sie ist eine klassische Business-Farbe, sowohl für Männer als auch für Frauen, denen schwarz oder weiß zu hart ist. Sommertypen steht grau einfach perfekt, vor allem in Kombination mit Pastellfarben wie hellblau, flieder oder rosa. Da grau keine Farbe ist, sollte sie in jedem Fall immer mit einer „echten“ Farbe kombiniert werden, da man sonst zu schnell „mausgrau“ und unscheinbar wirkt. Ein Schal/Halstuch und ein passendes Lipgloss kann Wunder wirken.

VIOLETT – ist oftmals in der Esoterikszene anzutreffen und wirkt in der kräftigen Ausführung geheimnisvoll. Je nach Kombination mit anderen Farben wird die Wirkung verstärkt oder gemildert. Schwarz/violett scheint schnell düster, spirituell. Weiß/violett wirkt freundlich, blumig. Das kräftige ist eine extravagante Farbe, die ähnlich wie rot nur von Charakteren getragen werden sollte, die den Charme dafür mitbringen. Die zarte Ausführung, der Flieder, wirkt sanft wie rosa, jedoch weniger mädchenhaft.

SCHWARZ – hat ähnlich wie weiß sowohl positive wie auch negative Assoziationen. Die Nicht-Farbe schwarz wirkt edel, feierlich, raffiniert, geheimnisvoll, stark. Sie steht aber auch für Trauer und Tod.

WEISS – steht im positiven Sinn für Reinheit, Weite, Ästhetik, Klarheit, Hygiene und Unschuld. Deshalb ist sie bekanntermaßen gerne in Pflegeberufen (Arzt, Apotheke, Pflegeheim) anzutreffen. Auch zu christlichen Anlässen wie Taufe, Kommunion und Hochzeit ist weiß die Signalfarbe für Reinheit und Unschuld. In anderen Kulturkreisen steht weiß jedoch auch für den Tod. Ungebrochenes weiß kann ähnlich wie schwarz bei hellen Hauttypen zu hart wirken und sollte abgemildert werden -> kalt: ins gräulich/silber; warm: ins wollweiß/beige